loading

HeimatMuseum DeutschGriffen

Öffnungszeiten:

Mai bis Juli: samstags und sonntags 10-17 Uhr

Juli bis August: täglich 10-17 Uhr

September bis Oktober: samstags und sonntags 10-17 Uhr

Der Museumsverein Deutsch-Griffen (gegr. 2016) betreibt das HeimatMuseum DeutschGriffen im Pfarrstadel der Gemeinde unter Berücksichtigung der für Museen geltenden ICOM-Standards und des folgenden Museumleitbildes:

Museumsleitbild

Das HeimatMuseum DeutschGriffen ist ein Museum für Natur- und Kulturgeschichte der Gemeinde Deutsch-Griffen  und des Gurktals. Es arbeitet als Dienstleister an der Gesellschaft und als Verwalter des Kultur- und Naturerbes der Region.

Das Museum entwickelt sein Programm aus den Spuren der lokalen Tradition und den Phänomenen der örtlichen Gegebenheiten. Das im Laufe der Zeit Gewachsene und Geschaffene wird in einem produktiven Dialog zum Heute auch im Hinblick auf Überregionalität hin befragt und in den Regionalen Kontext gestellt. Dabei sollen transkulturelle Phänomene nicht unberücksichtigt bleiben.

Der Museumsbetrieb wird vom Museumsverein Deutsch-Griffen gewährleistet und strebt eine intensive Vermittlungsarbeit durch diskursive Formate an. Attraktive Präsentationsformen, wobei das einzelne Ding-Objekt im Vordergrund steht und an den Kontext des Lebens heran führt. Der Zugang für ein vielschichtiges Publikum steht hier im Zentrum des Interesses.

Voraussetzung für eine qualitative Vermittlung ist die objektzentrierte wissenschaftliche Bearbeitung der authentischen Sammlungsbestände und die mediale Aufbereitung ihrer kulturellen, historischen, sozialen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt politischen Sinnschichten.

Das HeimatMuseum DeutschGriffen versteht sich als Erlebniswelt, Ort des Diskurses und als Ausgangspunkt einer wiederbelebenden kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region.

Sonderausstellung en miniature

Aufgegangen

Ein Beitrag im Rahmen des Weihnachtskrippenbaus
von

Barbara Ambrusch-Rapp

Mit Samstag, den 31. Oktober wurde im Rahmen des Sonderausstellung en miniature des kürzlich eröffneten HeimatMuseum DeutschGriffen zum Thema des Weihnachts-Krippenbaus eine Arbeit der Veldener Künstlerin Barbara Ambrusch-Rapp aufgebaut. Sie ist seit Jahren Teilnehmerin der Krippen-Biennale der Galerie Muh am Aichberg  im Lavanttal, wo der weihnachtliche Brauch von zeitgenössischen Künstlern kritisch und neu interpretiert wird.

„Aufgegangen“ – bestehend aus einer Holzschatulle, PU-Schaum, Acrylfarbe und Papier mit Schriftzug  „Dogma“ – heißt der Beitrag zum alljährlichen Aufstellen der Geburtsstätte des Messias in Bethlehem, den Weihnachtskrippen. Ambrusch-Rapp  geht es um eine Erweiterung des Themenkreises, konkret um die Dogmen der Kirche, wie hier in diesem Fall um die Menschwerdung Gottes durch die Jungfrau Maria. Die unumstößlichen Glaubensgrundsätze der römisch-katholischen Kirche sieht die Künstlerin in einer Schatulle verschlossen, die jedoch aufgebrochen, aufgegangen ist. Das Innere, einem gärenden fleischfarbenen Brotteig vergleichbar, quillt aufgrund der langen Stehzeit, gleichsam als biologische Reaktion, aus dieser Schatulle. Dieses Brot bzw. der Leib Christ als Manifestation der mystischen Geschehnisse – von Empfängnis bis Auferstehung - und zugleich Angelpunkt der christlichen Glaubenslehre und Glaubenspraxis, sind nicht auf die Beschränkungen der ausgehandelten Dogmen reduzierbar.

Die Idealvorstellung einer besseren Welt, die einem ewigen menschliche Sehnen entspricht, in der allgemeingültige Regeln des Zusammenlebens akzeptiert sind, jeder einzelne geliebt wird und von seiner Erblast befreit ist, liefert Trost, Sicherheit und  Orientierung.

Kritisch betrachtet, wirkten die dogmatischen Grundsätze über Jahrhunderte wie moralische Keulen, mittels der das Volk, gläubig oder nicht, gezwungen wurde, im Schatten einer allmächtigen Autorität, exekutiert durch Vertreter der Amtskirche, sein Leben auf Erden abzubüßen.

Die Reflexion und Revision des eigenen Reglements hat die Kirche immer wieder stark erschüttert. Die Rettung für sie kommt, so Ambrusch-Rapp, von einzelnen, (historischen,) herausragenden Persönlichkeiten sowie aus dem Volk, von den Menschen, die glauben – und zwar an das Gute, die Entlastung der Seele und an das ewige Leben, wenn auch in einer elementarischen kosmischen Dimension.

Kuratiert von Daphne M. Gerzabek

Barbara Ambrusch-Rapp, geboren 1972 in Klagenfurt, aufgewachsen in Maria Elend im Rosental/Podgorje, lebt und arbeitet als freischaffende Multimediakünstlerin und Kulturarbeiterin in Velden. Mitglied in Kulturvereinen und KünstlerInnengruppen. Kunst- und Kreativprojekte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung und an Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Texte zur Kunst und Projektorganisation. Präsent in nationalen/internationalen Ausstellungen und im Rahmen von Kunstprojekten in den Bereichen Performance, Theater und Fashion-Art.

www.barbara-rapp.com